Bei der Johannes-Diakonie trägt vieles seine Handschrift

Vorstandsvorsitzender Dr. Hanns-Lothar Förschler in den Ruhestand verabschiedet.

Mosbach. (pm/red) Man kann nichts im Leben festhalten, daher müsse auch er nun das Arbeitsleben loslassen, so Dr. Hanns-Lothar Förschler. Mit Heraklits Formel und seinem Lebensmotto „Panta rhei“ – alles fließt – verabschiedete sich der Vorstandsvorsitzende der Johannes-Diakonie in den Ruhestand. Zahlreiche Ehrengäste, Wegbegleiter, aktuelle und ehemalige Mitarbeitende sowie seine Familie bereiteten dem 66-Jährigen nach fast neun Jahren an der Spitze des sozialen Dienstleistungsunternehmens mit Sitz in Mosbach einen feierlichen Ausstieg aus dem Arbeitsleben.  Im Gottesdienst in der Johanneskirche würdigte Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh Hanns-Lothar Förschler als vorbildlichen Diakoniker, der im Dienst am Menschen immer bestrebt gewesen sei, über das scheinbar Machbare hinauszugehen.

Stefan Werner, Direktor des Oberkirchenrats der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Johannes-Diakonie, machte bei der anschließenden Feier im Kultur- und Begegnungszentrum „fideljo“ deutlich, dass Förschler gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Jörg Huber maßgeblich zur guten Entwicklung der Johannes-Diakonie beigetragen habe. Das bestätigte in seinen Ausführungen auch Peter Hauk, Minister für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz im Land. MdL Georg Nelius bescheinigte dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden ebenfalls, sich sehr um die Zukunft der Johannes-Johannes verdient gemacht zu haben. „Sie haben es nie versäumt, die Menschen mitzunehmen“, sagte Kristin Schwarz, Direktorin des Kommunalverbands für Jugend und Soziales. Landrat Dr. Achim Brötel würdigte Hanns-Lothar Förschler als „Schaffer vor dem Herrn“. Den Dank der Stadt Mosbach überbrachte Oberbürgermeister Michael Jann: „Sie hinterlassen eine gut aufgestellte Johannes-Diakonie.“ Eine Würdigung erfuhr Hanns-Lothar Förschler auch von der Gesamtvertretung der Mitarbeiterschaft: „Vieles hier trägt Ihre Handschrift“, so die Vorsitzende Melanie Berger. „Und Helmut Müllner, Vorsitzender des Bewohnerbeirats Mosbach, ergänzte: „Danke dafür, was Sie hier geleistet haben!“ Einen anderen Blick auf die Person gewährte Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik: „Menschen, die Dir wichtig sind, stehst Du treu zur Seite“, sagte der ehemalige Präsident des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche Deutschland über seinen Freund und langjährigen Wegbegleiter.

„Ich habe mein Handeln immer als christlicher Unternehmer verstanden, der in einer besonderen diakonischen und sozialen Verantwortung steht“, so Hanns-Lothar Förschler selbst in seinen Gedanken zum Abschied. Nach 16 Jahren bei der Christoffel Blindenmission in Bensheim, 16 Jahren bei der Diakonie in Stetten und knapp neun Jahren bei der Johannes-Diakonie blicke er dankbar auf das nun zu Ende gehende Berufsleben zurück. Förschler dankte dem Verwaltungsrat der Johannes-Diakonie und seinem Vorstandskollegen Jörg Huber im Besonderen für deren Unterstützung und die erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit Blick auf alle Mitarbeitenden sagte er: „Es war eine tolle Zeit mit Ihnen“. Er sei sich darüber hinaus sicher, dass sein Nachfolger Martin Adel eine ebenso erfolgreiche Zeit bei der Johannes-Diakonie haben werde. Förschlers abschließender Gedanke galt jedoch den Menschen mit Unterstützungsbedarf: „Die benachteiligten Menschen müssen in gutem diakonischen Sinn immer im Mittelpunkt stehen. Ihnen muss immer unsere ungeteilte Aufmerksamkeit und unser uneingeschränkter Einsatz gelten.“


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Verabschiedete sich als Vorstandsvorsitzender der Johannes-Diakonie und aus dem Berufsleben: Dr. Hanns-Lothar Förschler. Foto: Dörge, Johannes-Diakonie Mosbach /pm