Papier fasziniert auch in der Digitalisierung

Mosbacher Buchmachermarkt fand einmal mehr viel Interesse – von Geschichte über Kunst bis hin zum Buch.

Mosbach. (frh) Der alle zwei Jahre stattfindende Mosbacher Buchmachermarkt gehört längst zum Inventar der Mosbacher Erlebnismärkte. Koordiniert von der Druckwerkstatt Mosbach zusammen mit dem Mosbacher City-Marketing fand der Markt am Wochenende reichlich Publikumszustrom. Kombiniert war der Buchmachermarkt diesmal – zumindest am Samstag – mit dem ebenfalls bereits etablierten Mosbacher Kürbismarkt, was einladende farbliche Akzente setzte.

Welche Faszination von Papier auch in den heutigen Zeiten der Digitalisierung ausgeht, davon konnte sich jeder ganz nach dem eigenen Geschmack überzeugen. Ob es nun die althergebrachte Papierherstellung war, die sich nicht zuletzt Kinder gerne am Stand der Papiermühle Homburg demonstrieren ließen, oder die Grundlagen des traditionellen Buchdrucks, wie ihn die Drucker von der Druckwerkstatt zeigten – die Geschichte hinter der Nutzung von Papier fand viel Interesse. Der Geschichts- und Museumsverein Mosbach bot aktuelle und ältere Schriften zur Stadt- und Regionalgeschichte an.

Aber auch für künstlerisch Veranlagte gab es allerhand Stände, vor allem im unteren Rathaussaal, wo man kleine und größere Kunstwerke aus Papier erwerben oder hier und da auch ins Gespräch über diese Werke kommen konnte. Mit eingebunden war neben dem Rathaussaal als zweiter Teil des Buchmachermarktes auch der Hospitalhof des Stadtmuseums, das geöffnet hatte und wo auch historische Druckmaschinen zu sehen sind. Verbunden war beides über einen großen Bücherflohmarkt in der Altstadt, den Flohmarktbetreiber Alexander Räbiger organisatorisch verantwortete.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Ein großer Bücherflohmarkt umrahmte den Mosbacher Buchmachermarkt, der einmal mehr viele Besucher anzog. Foto: frh