Bezahlbarer Wohnraum soll Priorität haben

Politik-Stammtisch der Mosbacher SPD diskutierte über sozialen Wohnungsbau.

Mosbach. (frh/pm) Ihre Reihe „Politik-Stammtische“ setzten die Sozialdemokraten in der Großen Kreisstadt Mosbach auch im Oktober fort. Am Donnerstagabend traf man sich erneut in der Jahngaststätte, Pizzeria „Da Angelo“, um über das drängende Problem des Wohnraummangels in Deutschland insgesamt, aber auch vor Ort in Mosbach zu sprechen. Unter der Moderation von Vorstandsmitglied Margarete Gauß spielte dabei der soziale Wohnungsbau sowie die Nutzung des vorhandenen Wohnraums eine herausgehobene Rolle.

Die vielfach steil ansteigenden Mietpreise sowie die Inflation machen den Mosbacher Sozialdemokraten Sorgen. Dass die Konjunktur in der Geschichte immer wellenförmig verlief und schon lange scheinbar ungebremst nach oben zeigt, könne in Verbindung mit der europaweit ungelösten Flüchtlingsproblematik die Beunruhigung verstärken. Die soziale „Fallhöhe“ werde angesichts enormer Preissteigerungen und kaum noch Zinsen auf das Ersparte immer bedrohlicher. Verantwortliche Politik müsse deshalb heute mehr denn je für konjunkturell schlechtere Zeiten vorausdenken. Dass ein wesentlicher Faktor dafür die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist, waren sich die Sozialdemokraten einig. Angesichts momentan hoher Baukosten sei dem sozialen Wohnungsbau die Priorität gegenüber hochpreisiger Immobilien einzuräumen. Die Inkaufnahme von höheren Gebäuden durch Nachverdichtung sei hier und da unumgänglich. Entgegengehalten wurde in der Diskussion aber auch, dass die Einfügung in vorhandene Bebauung angemessen berücksichtigt werden müsse.

Die Stadträte Hartmut Landhäußer und Frank Heuß berichteten dazu aus dem Gemeinderat. Es sei derzeit schwierig, an geeignete Flächen zu vertretbaren Preisen heranzukommen: Im Außenbereich stünden häufig der Naturschutz und im Innenbereich die gewachsenen Siedlungsstrukturen entgegen, sofern die Grundstücke überhaupt verfügbar sind. Um mit Fördermitteln gezielter arbeiten und Synergieeffekte besser nutzen zu können, habe die SPD schon vor längerer Zeit die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft angeregt. Dringender Handlungsbedarf liege hier jedoch hinsichtlich Finanzierung und Mietpreisbremsen nicht zuletzt auf höherer politischer Ebene.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Zu Ihrem Politik-Stammtisch im Oktober trafen sich die Sozialdemokraten der Großen Kreisstadt Mosbach in der Jahngaststätte Pizzeria „Da Angelo“. Diesmal ging es um den sozialen Wohnungsbau. Foto: frh / pm