Über Digitalisierung in der Kommunalpolitik gesprochen

Politik-Stammtisch des SPD-Ortsvereins Mosbach im Juli.

Diedesheim. (frh/pm) Bei ihrem monatlichen Politik-Stammtisch im Juli sprachen die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Mosbach über die voranschreitende Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Kommunalpolitik. Ebenso ging es um mögliche Wege, die jüngere Generation mehr in die politische Meinungsbildung einzubeziehen. Getroffen hatte man sich diesmal im Biergarten des Gasthauses „Krone“ in Diedesheim. Gemeinsam moderierten Stadträtin Kim Schuck und der Kreisvorsitzende der SPD-Jugendorganisation „Jusos“ im Neckar-Odenwald, Francesco Kraft, die lebhafte Diskussion.

Kraft stellte eingangs die Schwierigkeit dar, in der heutigen Zeit jüngere Menschen für politisches Engagement zu gewinnen. Allgemeine Unzufriedenheit mit Politik, ausbildungsbedingte Umzüge in großstädtische Ballungsräume sowie nachlassende Bindungen an politische Strömungen erschwerten es Parteien, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Schuck ging auf die Vertretung von Interessen der jungen Generation im Mosbacher Gemeinderat ein. Die Stadträtinnen und Stadträte im Alter von unter 35 Jahren hatten sich unmittelbar nach den Kommunalwahlen 2014 in einer fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe mit dem Namen „U35“ zusammengefunden, zu der von der SPD neben Kim Schuck auch Naile Sulejmani-Hoppe und Frank Heuß gehörten. Immer wieder initiierte man gemeinsame Anfragen und Anträge: So habe man kürzlich die Digitalisierung der Gemeinderatsarbeit noch in der laufenden Wahlperiode durchgesetzt. Die Kommunalpolitiker können ihre Sitzungsvorlagen durch die Stadtverwaltung zukünftig statt in der Papierform wahlweise elektronisch via Tablet-PC erhalten.

Einig war man sich, dass die Digitalisierung auch die Große Kreisstadt und den ländlichen Raum insgesamt verändern werde. Damit verbundene Zukunftsfragen müssten im Wahlprogramm zentrale Rolle einnehmen, bekräftigten Vorstandsmitglieder. Ebenso sei es Anspruch, dass im Personalangebot der SPD jüngere Menschen angemessen vertreten sein sollten. Ihren Politikstil wollen die Mosbacher Sozialdemokraten im Sinne einer Volkspartei auf Meinungsvielfalt anlegen. Transparenz und Bürgerbeteiligung würden von der Bevölkerung zurecht eingefordert. Und dafür biete die Digitalisierung neue Möglichkeiten, die es zu nutzen gelte, ohne persönliche Präsenz zu vernachlässigen, wurde in der Runde resümiert.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Im Biergarten des Gasthauses „Krone“ trafen sich Mitglieder des SPD-Ortsvereins Mosbach zum Politik-Stammtisch im Juli. Themen waren die Digitalisierung sowie Belange junger Menschen in der Kommunalpolitik. Foto: frh