Mehr Sanierungsbedarf als nur das Dach

Dachsanierungen bei der Pestalozzi-Realschule – weitere städtische Investitionen werden wohl nötig.

Mosbach. (frh) Mit rund 1,6 Millionen Euro schlägt die Dachsanierung an der Pestalozzi-Realschule (PRS) zu Buche – nach Abzug von kommunalen Fördergeldern schultert die Stadt als Schulträger davon voraussichtlich rund 870.000 Euro. Von den begonnen Bauarbeiten machte sich dieser Tage Oberbürgermeister Michael Jann gemeinsam mit dem Abteilungsleiter für Bildung und Generationen der Stadtverwaltung, Dieter Kautzmann, vor Ort ein Bild. Das Dach selbst war jedoch nicht zu besichtigen, da an diesem derzeit die Entsorgung von Schadstoffen läuft. „Danach ist das Gebäude asbestfrei“, freute sich Jens Krauth vom Hoch-Tiefbauamt der Stadtverwaltung.

Während der Dachbauarbeiten sind eine Schulklassen der Pestalozzi-Realschule in Container-Modulen untergebracht. Foto: frh

„Das Dach ist die Schwachstelle des Gebäudes“, erklärte OB Jann und beschrieb ganz plastisch den akuten Handlungsbedarf: „Da hat es reingeregnet“, so der Rathauschef. PRS-Schulleiter Marco Schirk und seine Stellvertreterin Petra Hellmann schilderten die derzeitige Organisation des Schulbetriebs während der Umbaumaßnahmen, die sich aktuell wegen der anstehenden Abschlussprüfungen mitunter schwierig gestalte, aber mit durchdachter Planung funktioniere. Am Gelände des benachbarten Nicolaus-Kistner-Gymnasiums (Schotterparkplatz in Richtung Neckarelz) stehen derzeit Container-Module, die zehn Ausweich-Klassenzimmer und Sanitäranlagen bieten. „Die Schüler fühlen sich recht wohl dort“, zeigte sich Schirk mit der Zwischenlösung zufrieden und auch OB Jann konnte sich bei einem Rundgang von der Qualität der Ersatzräume überzeugen. Die Dachbauarbeiten dauern planmäßig bis Oktober an.

Auf weiteren Sanierungsbedarf am Schulgebäude ging Krauth ebenfalls ein: Fenster, Böden, Gebäudezuschnitt und vieles andere seie nicht mehr in Ordnung. „Es gibt eigentlich nicht viele Möglichkeiten“ stellte OB Jann fest und definierte darunter den mittelfristigen Neubau eines Schulhauses oder die Rundum-Sanierung des Bestandsgebäudes. Den mit Letzterem verbundenen Eckdaten, wie lange etwa eine solche Sanierung dauern würde, mit welchen Kosten zu rechnen ist und wie die zwischenzeitliche „Auslagerung“ der Schüler aussehen könnte, wollte man aber noch nicht näher treten: „So weit sind wir noch nicht“, erklärte Jens Krauth.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Von den begonnen Bauarbeiten machte sich dieser Tage Oberbürgermeister Michael Jann (2.v.r.) gemeinsam mit dem Abteilungsleiter für Bildung und Generationen der Stadtverwaltung, Dieter Kautzmann (l.), und Jens Krauth (r.) vom städtischen Hoch-Tiefbauamt vor Ort ein Bild.