Gewerkschafter haben weiterhin viele Forderungen

 

DGB Neckar-Odenwald lud zum Empfang am Vorabend des 1. Mai – Rudi Braun geehrt.

Mosbach. (frh) „Längst zu einer guten Tradition geworden“ ist der Empfang des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Neckar-Odenwald am Vorabend zum „Tag der Arbeit“ im unteren Rathaussaal, wie DGB-Kreisvorsitzender Robin Friedl eingangs feststellte. Gekommen waren trotz des frühsommerlichen Wetters um die 50 Gäste. „Werte, für die wir seit Jahrhunderten stehen“, sah Friedl an dem großen Banner in roten Farbtönen, das vor den Sitzreihen aufgebaut war. Begriffe wie „Vielfalt“, „Solidarität“ und „Gerechtigkeit sind darauf zu lesen.

Nachdem der SPD-Landtagsabgeordnete und Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Georg Nelius, sowie Markus Dosch von der Initiative „Herz statt Hetze“ Neckar-Odenwald ihre Grußworte gehalten hatten, trat als Hauptredner der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Heidelberg, Michael Seis ans Rednerpult. Ein buntes Potpourri von Themen rund um die Sozialpolitik arbeitete Seis in seiner Ansprache ab. Und dabei ging er sprachlich mitunter gröber zu Werke als die Redner der Vorjahre. Forderungen brachte er auch in Zeiten starker Konjunktur mit hohen Lohnsteigerungen in vielen Branchen eine Menge vor, die beim DGB an sich jedes Jahr ähnlich klingen und von höheren Mindestlöhnen über mehr soziale Absicherung bis hin zu deutlichen Rentensteigerungen reichen. „Wir arbeiten für eine Welt, in der niemand Angst haben muss“, schloss Michael Seis unter Beifall.

Ein Dankeschön an alle Redner, aber auch in Gestalt eines Blumengrußes an den langjährigen DGB-Kreisvorsitzenden Rudi Braun gab es von dessen Nachfolger Robin Friedl, der das Amt Ende des vergangenen Jahres übernommen hatte. Musikalisch umrahmt am Saxophon und an der Gitarre wurde der Empfang durch das Duo „Andi & Jo“. Kräftig mitsingen durften die Gewerkschafter beim Arbeiterlied „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“. Im Anschluss an das Programm wurde zum Stehempfang in den Nebenraum des Rathaussaals geladen.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Die Hauptrede beim traditionellen Empfang des DGBs am Vorabend des „Tag der Arbeit“ hielt diesmal der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Heidelberg, Michael Seis. Foto: frh