Altstadtrat Manfred Bulling verstorben

Ehemaliges Mitglied des Mosbacher Gemeinderats und früherer Diözesenratsvorsitzender überraschend verstorben.

Manfred Bulling Ende des Jahres 2017 bei dessen Verabschiedung aus der SPD-Stadtratfraktion Mosbach. Archiv-Foto: privat / repro

Neckarelz. (frh) Erst Ende des Jahres wurde Manfred Bulling nach über 20 Jahren aus dem Mosbacher Gemeinderat verabschiedet – am Freitag verstarb der Sozialdemokrat, Gewerkschafter und katholische Kirchenfunktionär überraschend im Alter von 71 Jahren. Bulling erlitt dem Vernehmen nach in kurzem Abstand zwei Herzinfarkte und erlag deren Folgen in einem Klinikum in Heidelberg. Zuletzt hatte Bulling in Neckargerach bei seiner Lebensgefährtin gelebt.

Die Verdienste Manfred Bullings waren zu Beginn der laufenden kommunalen Legislaturperiode mit der Ratsmedaille der Großen Kreisstadt Mosbach in Silber gewürdigt worden. Bulling war bis dahin auch zweiter stellvertretender Fraktionsvorsitzender und einer der dienstältesten Stadträte. Sein langjähriges Engagement in der SPD – dort unter anderem als Ortsvereinsvorsitzender in Neckarelz und Kreisvorstandsmitglied – wurde in der SPD-Stadtratsfraktion als für die Vernetzung in die Partei hinein hilfreich empfunden.

Aber auch weit darüber hinaus genoss er stets großes Ansehen – sein kirchliches Engagement insbesondere in der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) sowie im gewerkschaftlichen Bereich galten als außerordentlich bemerkenswert. Dass er in der SPD ein „Exot“ sei, hatte Manfred Bulling selbst von sich gesagt. Gemeint hatte er damit insbesondere die seltene Kombination mit seinem ausgeprägten Einsatz in der katholischen Erzdiözese Freiburg, wo er unter anderem Diözesanratsvorsitzender war.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Manfred Bulling Ende des Jahres 2017 bei dessen Verabschiedung aus der SPD-Stadtratfraktion Mosbach. Archiv-Foto: privat / repro