In Neckarelz hat die Fastnacht begonnen

Traditionelle Neckeinholung bei Hochwasser mit Hilfe der Feuerwehr.

Neckarelz. (frh) Um Punkt 14.11 setzte sich der traditionelle Narrenmarsch der „Neckeinholung“ vom Neckarelzer Unterdorf hinauf zum Marktplatz am Sonntag in Bewegung. Die karnevalistische Symbolfigur „Neck“ (Martin Husfeldt) und seine beiden Nixen (Tina Fuhrmann und Ines Neser) wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Neckarelz-Diedesheim gebracht – auf deren Rettungsboot sitzend, das von einem Feuerwehrauto gezogen wurde. Begrüßt wurde das Dreigestirn zunächst an der Ecke Martin-Luther-Straße/Mönchhofgasse mit dem obligatorischen Glas Sekt.

Wegen Hochwassers gab es den Begrüßungssekt für Neck und Nixen diesmal an der Ecke Martin-Luther-Straße / Mönchhofgasse. Foto: frh

Mit den typischen Karnevalsrhythmen „Schnoogebadscher“ aus Binau und vielen „Ahoi“-Rufen wurde der Tross am Marktplatz, wo eine Bewirtung organisiert war, begeistert empfangen. Auf der Treppe des in Umbauarbeiten begriffenen, ehemaligen Gasthauses Hirsch begrüßte der Präsident der KG „Neckario“ Neckarelz, Gerd von Hülsen, die Narrenschar. Und der Neck manifestierte mit einem kurzen Prolog auf die „Dummheit“ der Politik von Mosbach bis Berlin seinen Anspruch auf die Regentschaft über Neckarelz in der fünften Jahreszeit.

Gerd von Hülsen unternahm einen Rückblick auf das Jahr 2017 und nahm dabei die Kommunalpolitik ins Visier. „Im Rathaus wird nichts Vernünftiges gemacht“, resümierte er, worauf der Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Volker Wesch, dem Neck widerstandslos das „Stadtsäckel“ aushändigte. Dieses hielt der grüne Regent allerdings nicht lange in den Händen, bis es von Peter Schimmelpfennig (alias Klaus Brommer) als Abgesandten der Mosbacher Stadtverwaltung wieder als „Zweitwohnsitzsteuer“ entrissen wurde.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): In Neckarelz geht die fünfte Jahreszeit in die heiße Phase – Neck und Nixen wurden eingeholt und übernahmen am Marktplatz das „Stadtsäckel“. Foto: frh