Ein Berufsfeld mit Zukunft vorgestellt

Landesweiter Aktionstag der Geodäsie sollte Gymnasiasten für das Berufsfeld der Vermesser interessieren.

Mosbach. (frh) Über das gerade bei Jugendlichen gar nicht so bekannte Berufsfeld des Vermessungs-Ingenieurwesens wurde im Rahmen eines landesweiten Aktionstages informiert. Thorsten Schwing und Dr. Matthias Neureither vom Mosbacher Vermessungsbüro Schwing & Dr. Neureither standen dafür an einem Vormittag kurz vor Beginn der Sommerferien Schülerinnen und Schülern der Kursstufe der beiden allgemeinbildenden Gymnasien des Stadtgebiets – Auguste-Pattberg-Gymnasium (APG) und Nicolaus-Kistner-Gymnasium (NKG) – Rede und Antwort. Dabei warben sie für die „Geodäsie“ und sprachen von derzeit „sehr guten Berufsaussichten“.

Im Anschluss an einen einführenden Vortrag wurde den Jugendlichen ermöglicht, einen praktischen Eindruck vom Vermessungswesen zu erhalten. Und das geschah an einem durchaus nützlichen Beispiel: Stadtarchitektin Juliane Knapp beschrieb, dass die Stadt Mosbach in absehbarer Zeit vor habe, die Fassade des an das Rathaus angrenzenden Verwaltungsbaus zu erneuern. Das dort angebrachte, historische Emblem des Gasthauses, welches sich früher in diesem Gebäude befand, soll aber erhalten werden, wofür ein dreidimensionales Modell hilfreich ist. Dieses erstellte Vermessungsingenieur Hardy Schwalb mit einem speziellen Laserscanner, dessen Funktionsweise durch Punktmessung von mehr als 70.000 anvisierten Punkten eine hochauflösende, detailgetreue Abbildungen am Computer ermöglicht – einschließlich der Option eines Ausdruckes am 3D-Drucker.

Ob Geodäsie nun in den Blickpunkt der angehenden Abiturienten für ihre Berufsorientierung gerückt ist? „Interessant“ fanden es zumindest einige – aber als die Wichtigkeit der Mathematik und Physik im Vortrag zur Sprache kam, verzogen sich bei manchen durchaus auch etwas die Mienen. Naturwissenschaft ist eben nicht jedermanns Sache – aber bis heute eine berufliche „Himmelsrichtung“, auf der viele zukunftsträchtige Berufsfelder liegen, in denen sich oft hohe Einkommen realisieren lassen.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Wie ein Laserscanner zur Gebäudevermessung funktioniert, zeigte Hardy Schwalb (l.) Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Kursstufe am Marktplatz vor dem Rathaus. Foto: frh