Die Alltagsmenschen sind zurück in Mosbach!

Ausstellung von Betonskulpturen der Künstlerin Christel Lechner in Mosbach eröffnet.

Küstlerin Christel Lechner bei ihrer Ansprache zur Eröffnung der „Alltagsmenschen“-Ausstellung in der Mosbacher Altstadt. Foto: frh

Mosbach. (frh) Vor zwei Jahren schon großer Beliebtheit erfreuten sich die „Alltagsmenschen“ der Künstlerin Christel Lechner in der Mosbacher Altstadt. Nun sind sie zurückgekehrt – nicht dieselben, aber auch diesmal detailreich gearbeitete Skulpturen aus Beton, deren Korpulenz gleichzeitig eine gewisse Gemütlichkeit ausstrahlen. Die Integration der 13 Inszenierungen in die Lebenswelt „echter“ Alltagsmenschen aus Fleisch und Blut macht aus der Altstadt selbst eine große Ausstellung, die dieser Tage eröffnet wurde und noch bis 5. November läuft.

„Meine Arbeit wird durch die historische Altstadt in Szene gesetzt“, so Christel Lechner – zu Aufbau und Eröffnung war die in Witten bei Dortmund ansässige Keramikerin und Bildhauerin mit ihrem Team, zu dem auch ihre Tochter Laura Lechner als Assistentin gehört, selbst gekommen. Die Figuren wurden teilweise direkt aus Braunschweig angeliefert, wo die Ausstellung zuletzt zu sehen war. „Ich kann die Figuren nicht auf die Stadt hin anpassen, weil ich in ganz Deutschland unterwegs bin“, räumte Lechner ein – fügte aber direkt hinzu, dass sie stets genau überlege, wie sie ihren verfügbaren Fundus auf die vorhandenen Flächen verteilt. Und hier hatte man bei der Stadt Mosbach in der organisatorischen Zuständigkeit von City-Managerin Andrea Zorn angesichts doch zahlreicher Beschädigungen im Jahr 2014 reagiert und bei den Standorten auf hohe Sozialanbindung geachtet.

„Halten Sie die Augen offen“, bat deshalb auch Oberbürgermeister Michael Jann die zum offiziellen Ausstellungsstart erschienenen Gäste am Marktplatz. Wie gut die Figuren in ihrer ganz eigenen Charakteristik ankommen, sei schon unmittelbar nach ihrer Aufstellung deutlich geworden, als bereits eine Vielzahl von Besuchern „Selfies“ mit ihren Handys aufnahmen und sich damit bei den „Alltagsmenschen“ einreihten. Die „Betongesellen“ sind eben – ob in Gruppen oder als Einzelpersonen aufgestellt – ganz am realen Leben orientiert. Musikalisch umrahmt wurde der Ausstellungsauftakt durch stimmungsvolle, sommerlich „heiße“ Rhythmen von den „Samba Kids“ der Musikschule Mosbach.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Die „Alltagsmenschen“ fordern geradezu dazu auf, sich einzureihen – so tat es auch Oberbürgermeister Michael Jann bei der Eröffnungsrede zum Auftakt der Ausstellung der Künstlerin Christel Lechner in der Mosbacher Altstadt. Foto: frh