Film „Die Reste meines Lebens“ brachte zum Nachdenken

Schüler des Auguste-Pattberg-Gymnasiums kamen mit dem Produzenten Christoph Holthof ins Gespräch.

Neckarelz. (pm/red) Tod und Trauer sind nicht unbedingt Themen für das große Kino – nicht nur junge Menschen tun sich schwer damit. Umso interessanter war eine Extravorführung für die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe eins des Auguste-Pattberg-Gymnasiums (APG) im Neckarelzer „Kinostar Filmwelt“ Kino und das sich anschließende Gespräch. „Die Reste meines Lebens“ (Regie: Jens Wischnewski) erzählt die Geschichte von Schimon (Christoph Letkowski), der sich kurz nach dem Tod seiner schwangeren Frau in Milena (Luise Heyer) verliebt und zu Swingmusik durchs Zimmer hüpft. Darf man das? Sieht so angemessene Trauer aus?

Was ist überhaupt angemessen, wenn man Mitte 20 seine Frau und sein ungeborenes Kind verliert? Jella (Karoline Bär), die Frau von Schimon, verschluckt sich beim Abendessen bei ihren Schwiegereltern, als sie erfährt, dass der Container mit all ihrem Besitz beim Umzug von San Francisco nach Karlsruhe untergegangen ist. Eigentlich hatte sie auf dem Containerschiff mitfahren wollen. Auf dem Weg ins Krankenhaus verunglückt der Krankenwagen und Jella stirbt. Noch im Krankenhaus trifft Schimon Milena, die als Krankenhausclown krebskranke Kinder betreut. Immer wieder gibt es Rückblenden, die den jungen Schimon im Gespräch mit seinem Großvater zeigen. Und der gibt dem Jungen Ratschläge fürs Leben: „Es kommt alles so, wie es kommen soll.“

Die Kursstufenschüler des Auguste-Pattberg-Gymnasiums waren beeindruckt, wie es dem Regisseur und den Schauspielern gelungen ist, das Thema Tod, Trauer und Liebe in einem Kinofilm so aufzubereiten. Im sich anschließenden Gespräch mit dem Produzenten Christoph Holthof der unter anderem auch die Sendung „Auch du kannst singen“ mit dem Musikpädagogen des APG, Patrick Bach produziert, hatten die Schüler Gelegenheit, Fragen zu stellen. Religionslehrer Thomas Lorenz dankte Holthof für seinen bereits zweiten Besuch am APG .


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Schüler der Kursstufe eins des Auguste-Pattberg-Gymnasiums in Neckarelz sahen einen Film des Produzenten Christoph Holthof und konnten sich im Anschluss direkt mit dem Produzenten selbst unterhalten. Foto: Thomas Lorenz / pm