Wie geht es weiter mit dem Volkstrauertag?

Erfahrungs- und Meinungsaustausch der Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis zur Weiterentwicklung des Volkstrauertags.

Mosbach/Neckar-Odenwald-Kreis. (pm/red) Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde 1919 als Bürgerinitiative gegründet, weil eine breite Masse der Bevölkerung das gleiche Ziele verfolgte: Die Kriegstoten des Weltkriegs würdig zu bestatten. Diese breite Basis wünschte sich Landrat Dr. Achim Brötel, der Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden des Landkreises Neckar-Odenwald in der der Augusta-Bender-Schule in Mosbach zu einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch begrüßte. Unter der Fragestellung „Was geht mich der Volkstrauertag an?“ ging es um die Weiterentwicklung der Gedenkveranstaltungen am jährlichen Volkstrauertag.

Die Teilnehmer waren einer Einladung des Volksbundes gefolgt, dessen Bezirksgeschäftsführer Volker Schütze dadurch einen Dialog über die in den Gemeinden bestehenden Gedenkveranstaltungen initiieren wollte. Er zeigte sich erfreut, dass zwölf Gemeinden sich dem Thema an diesem Nachmittag stellen wollten. Weitere Gemeinden hatten sich mit Bedauern entschuldigt. Der Kreisbeauftragte des Volksbunds, Gerd Teßmer, fasste in seiner Begrüßung die Herausforderungen zusammen, vor den Volkstrauertag wie auch die Arbeit des Volksbundes allgemein stehe: Die Anzahl an Menschen, die einen persönlichen Bezug zu den Opfern der Weltkriege haben, nimmt ab. Dabei sei auf der anderen Seite das Thema Krieg und Gewalt weiterhin in der Gegenwart präsent. Den Bezug zwischen der Erinnerung an die Kriegstoten, den Krieg als solchem und den Folgen in der Gegenwart zu schaffen, sei eine Aufgabe, die auch am Volkstrauertag zu leisten sei.

Die Teilnehmenden zeigten sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen des knapp drei stündigen Treffens. Einigkeit herrschte bei den Teilnehmenden, dass sie mit neuen Ideen den Volkstrauertag in seiner Gestaltung in den Blick nehmen wollen und sich auch über Anregungen aus der Bevölkerung freuen.


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Unter der Fragestelle „Was geht mich der Volkstrauertag an?“ trafen sich Gemeindevertreterinnen und -vertreter zum Meinungsaustausch. Foto: Volker Schütze, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Bezirksverband Nordbaden / pm