„Blech neu gedacht“ an der DHBW

„DHBW forscht“ – IHK-Forum „Wirtschaft trifft Wissenschaft“.

Mosbach. (pm/red) Bei der Herstellung vieler Industrieprodukte stellt die Bearbeitung von Blech einen elementaren Schritt dar. Die eingesetzten Bleche unterschiedlichster Materialien müssen gestanzt, geschnitten, umgeformt und zu Bauteilen bzw. zum Endprodukt geschweißt, genietet, gefügt oder geklebt werden. Dass sich Zeit und Kosten für aufwendig produzierte Bauteile durch intelligent konstruierte Blechbauteile einsparen lassen, wird dabei häufig nicht bedacht. Die DHBW Mosbach und die IHK Rhein-Neckar widmeten deshalb einen Vortrag unter dem Motto „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ dem Thema Blech. Ziel ist es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen für aktuelle Entwicklungen, die digitale Wirtschaft 4.0 und den Technologietransfer zu sensibilisieren.

Prof. Dr. Andreas Weißenbach, Studiengangsleiter Maschinenbau, führte die 30 anwesenden Geschäftsführer und Entwicklungsingenieure am 16. Mai zunächst in das Thema Blech ein. An einzelnen Gegenständen wie beispielsweise einer Espressomaschine oder einem Grill zeigte er auf, wo Blech auch im Alltag überhaupt zu finden ist. Dominik Straus (Trumpf GmbH & Co. KG) referierte, wie durch innovative Konstruktionen die Kosten von Blechbauteilen gesenkt werden können, beispielsweise durch den Einsatz von Laserschweißen. Sebastian Ludwig (Mosca Verpackungs GmbH) präsentierte dagegen innovative Blechlösungen, um Herstellkosten zu senken. Jörg Weisshaar (KWM Weisshaar GmbH & Co.) skizzierte, welche Anforderungen die Kunden heute an eine Auftragserfüllung haben. Dr. Joachim Hutfless (Trumpf GmbH & Co. KG) präsentierte, wie für die additive Fertigung die beiden Lasertechnologien Laser Metal Fusion und Laser Metal Deposition eingesetzt werden können.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Führung durch die digitale Modellfabrik: Prof. Dr. Stephan Hähre stellte kooperative Forschungsprojekte des „Industrie 4.0“-Labors vor und wie das sogenannte „Living Lab“ für ein modernes Ingenieurstudium eingesetzt wird.

 


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): DHBW-Professor Weißenbauch (3.v.l.) und IHK-Technologietransferberater Dr. Thilo Schenk (4.v.l) mit den Referenten. Foto: DHBW Mosbach / pm