Der „Mosbacher Sommer“ kommt anders

Diesmal keine OpenAir-Großkonzerte – Stadt Mosbach stellte vielfältiges Programm bei Pressekonferenz vor.

Mosbach. (frh) Weit über die Stadt hinaus hat das Veranstaltungsprogramm „Mosbacher Sommer“ in den vergangenen Jahren Bekanntheit und „Namen“ erlangt. Die 32. Auflage wurde, wie auch schon die Jahre zuvor, in einer Pressekonferenz vorgestellt. Oberbürgermeister Michael Jann, Bürgermeister Michael Keilbach sowie aus der Kulturabteilung der Stadt mit Leiterin Christine Funk, Christiane Karle, Michaela Knotz und Daniela Keil mit der Auszubildenden Alina Krastel und Praktikantin Luise Ansorge standen Rede und Antwort.

Das kleine Programmheftchen enthält für den „Mosbacher Sommer 2017“ einmal mehr eine Vielzahl von unterschiedlichen kulturellen Angeboten über den Sommer von Juli bis September bereit. Viele etablierte Bestandteile wie etwa das Spielblütenfest, das Straßentheater oder die OpenAir-Kinonächte sind selbstredend wieder dabei. Letztere verbleiben nach der erfolgreichen Erprobung im Vorjahr im Burggraben in Neckarelz. Die eine oder andere Neuerung, wie etwa ein „Weltkulturenfest“, findet Eingang – in der Reihe von Kabarett-Auftritten kommen einige aufsteigende Künstler erstmals nach Mosbach.

Doch etwas fehlt: Es wird dieses Jahr, abgesehen von dem Folk-Festival „Folk am Neckar“ im Burggraben Neckarelz, keine Großkonzerte mit internationalen Stars geben. Im vergangenen Jahr hatte insbesondere das Konzert mit Sängerin Stefanie Heinzmann trotz des hohen Bekanntheitsgrads der Sängerin die Erwartungen an die Publikumszahl nicht erfüllt. Auf unsere Nachfrage hin bestätigte die Stadtverwaltung auch, dass die Konzertagentur, mit der man bisher zusammengearbeitet hatte, ihrerseits ausgestiegen ist – das Risiko eines erneuten Flops wollte man wohl nicht eingehen.

Bei einer Pressekonferenz im Bürgersaal des Mosbacher Rathauses gab es für die Medienvertreter erste Informationen von den Machern des „Mosbacher Sommers 2017“. Foto: frh

Gründe zu suchen, sah OB Jann „im spekulativen Bereich“ und wollte diese auch nicht alleine in dem Ausweichgelände am Neckarvorland in Neckarelz verortet sehen. Woran es vergangenes Jahr gelegen habe, wisse man letztlich nicht – wahrscheinlich seien die Ursachen „vielschichtig“, meinte auch Kulturamtsleiterin Christine Funk. Dennoch habe man wieder ein attraktives Programm zusammenstellen können, wie es ein solches nicht in vielen vergleichbaren Mittelzentren gibt, hieß es im Tenor.

Ermöglicht worden sei dies nicht zuletzt durch die Unterstützung der Sponsoren, von denen Anja Herkert für den Hauptsponsor Sparkasse Neckartal-Odenwald, Thomas Peter Geier von der BGV Badische Versicherungen, Tobias Hornung von der Firma Motip Dupli aus Haßmersheim sowie Christoph Grüber von der Toto-Lotto Regionaldirektion Nord-Ost bei der Pressekonferenz anwesend waren. Der Gesamtetat von rund 175.000 Euro ist kalkulatorisch mit 140.000 Euro gegenfinanziert – die verbleibenden rund 35.000 Euro investiert die Stadt, zuzüglich Personalkosten von Bauhof und Kulturamt, als Zuschuss.


Info: Den Auftakt zum Mosbacher Sommer 2017 macht am 16. Juli ein Weltkulturenfest. Den offiziellen „Schlussakkord“ setzt einmal mehr die „Kneipen KultTour“ am 8. September. Mehr Informationen zu einzelnen Veranstaltungen des Gesamtprogramms werden nach und nach auch in den Veranstaltungskalender von Mosbacher-Zeitung.de Eingang finden: http://mosbacher-zeitung.de/events/


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): Die Verantwortlichen des „Mosbacher Sommer 2017“ um Oberbürgermeister Michael Jann, Bürgermeister Michael Keilbach und Kulturamtsleiterin Christine Funk stellten das Programm bei einer Pressekonferenz im Mosbacher Rathaus vor. Foto: frh