„Jeder hat Begabungen, die man fördern kann!“

Arbeitskreis Begabtenförderung am Auguste-Pattberg-Gymnasium gestartet – Aktionstag für die Schüler durchgeführt.

Neckarelz. (frh) Dass am Neckarelzer Auguste Pattberg-Gymnasium (APG) die Begabtenförderung einen hohen Stellenwert gerade im Wege des „G9“-Gymnasiums hat, ist längst bekannt. Dieses Profil auf eine breitere Basis zu stellen, hat sich eine Gruppe von Lehrkräften zur Aufgabe gemacht und arbeitet nun an einem übergreifenden Arbeitskreis. Zu einer initialen Abendveranstaltung hatte man in den Ganztagesbereich der Schule eingeladen.

Und das Interesse konnte sich sehen lassen: Unter den Gästen waren an dem Abend mehrere hochrangige Vertreter aus der lokalen Wirtschaft sowie einige Bürgermeister umliegender Gemeinden. Eltern und Interessierte komplettierten das Publikum von rund 40 Personen. Moderiert von der zuständigen Abteilungsleiterin, OStR Claudia Schmidt, wurde das Verständnis von der Begabtenförderung in zwei Fachvorträgen verdeutlicht. „Wichtig ist uns, dass Begabtenförderung keineswegs nur Hochbegabte ansprechen soll“, betonte Schmidt. Viel mehr gelte ein einfacher Grundsatz: „Jeder hat Begabungen, die man fördern kann!“

Hochbegabte gibt es etwa drei Prozent in der Schülerschaft einer Schule, führte Dr. Jan Erichsen aus, der das „Hector-Seminar“ in Heidelberg leitet. Der Name geht auf eine Stiftung zurück, die dieses Seminar in Trägerschaft der Regierungspräsidium Karlsruhe zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen in den sogenannten „Mint“-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) unterstützt. Ebenfalls kooperierenden Kontakt will das APG zum „Heidelberger Life-Sience Lab“ halten, das vom Deutschen Krebsforschungszentrum getragen wird. Über die Einrichtung und deren vielfältige Angebote zur Erweiterung der schulischen Wissensvermittlung referierte Leiterin Dr. Katrin Platzer.

Am „Nachmittag der Begabtenförderung“ des darauf folgenden Freitags gab es dann für Schüler unterschiedlicher Klassenstufen die Möglichkeit, aus 15 Kursangeboten zu wählen. Die Optionen reichten dabei von Einsteiger-Sprachkursen über Grundlagen der digitalen Fotografie, 3D-Drucken bis hin zu so exotisch klingenden „Workshops“ wie „Lipgloss, Lippenstifte & Co. – Kosmetika selbst herstellen“. Hier und da mehr oder auch mal weniger Interessenten gab es für die Angebote, zu denen man mitunter einige externe Fachleute als Referenten gewinnen konnte.

Mosbacher-Zeitung.de berichtet in zwei Fotostrecken über die Abendveranstaltung zur Gründung des Arbeitskreises Begabtenförderung sowie über den Aktionstag der Schülerinnen und Schülern des APG: 

[huge_it_gallery id=“41″]

 

[huge_it_gallery id=“40″]

 


Zum Beitragsbild (oberhalb der Überschrift): APG-Lehrer Roman Janoschka ist ab kommendem Schuljahr mit der Hälfte seines Lehramtsdeputats am Heidelberger Hector-Seminar tätig. Hier zeigt er Schülerinnen und Schülern beim Aktionstag Begabtenförderung, wie ein 3D-Drucker funktioniert. Foto: frh